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Palladium als Investment
In Palladium investieren: Palladium als Anlage
Palladium (Pd) ist ein silberweißes Edelmetall und gehört zur Platingruppe, zu der neben Platin auch Rhodium und weitere seltene Metalle zählen. Wie die anderen Metalle der Platingruppe zeichnet sich Palladium durch hohe Korrosionsbeständigkeit, gute elektrische Leitfähigkeit und ausgeprägte katalytische Eigenschaften aus.
Als natürlicher Rohstoff ist Palladium selten und die weltweiten Vorräte sind begrenzt. Diese Kombination aus begrenzter Verfügbarkeit und seinen besonderen physikalischen und chemischen Eigenschaften macht Palladium zu einem wertvollen Metall mit attraktivem Potenzial als Wertanlage.
Warum in Palladium investieren?
Als Investmentmetall führt Palladium eher ein Schattendasein, da es bei Anlegern weniger im Fokus steht. Trotzdem besitzt Palladium einen erheblichen Wert, der sich nicht nur aus seiner Seltenheit, sondern vor allem aus seiner breit gefächerten industriellen Anwendung ableitet.
Etwa 80% des Palladiums fließen in die Automobilindustrie, wo das Metall vor allem in Katalysatoren verwendet wird. Dort beschleunigt und unterstützt es chemische Reaktionen, die Schadstoffe aus Abgasen verringern. Besonders bei Benzinfahrzeugen ist Palladium unverzichtbar, da die Nachfrage nach solchen Motoren in vielen Weltregionen noch ansteigt. Gleichzeitig wird Palladium in der chemischen Industrie, etwa zur Wasserstoffherstellung, sowie in der Elektronik verwendet – beispielsweise in elektrischen Kontakten, wo es verhindert, dass sich andere Metalle chemisch verändern, und so die Lebensdauer der Geräte verlängert.
Auch in der Medizin findet Palladium Verwendung, etwa bei der Herstellung von medizinischen Instrumenten. Darüber hinaus hat der Werkstoff eine wichtige Rolle in der Uhren- und Schmuckindustrie: Ursprünglich wurde Palladium vor allem als Legierungsmetall für Weißgold eingesetzt, doch heute gibt es bereits komplette Kollektionen aus reinem Palladiumschmuck, was die Attraktivität des Metalls auch für den Endverbraucher erhöht.
Physisches Palladium, beispielsweise in Form von Münzen oder Barren, bietet Anlegern den Vorteil eines greifbaren und intrinsisch wertvollen Vermögensgegenstands. Aufgrund seiner starken industriellen Nutzung unterscheidet sich Palladium zudem deutlich von Gold und Silber, die vor allem als Wertspeicher und Zahlungsmittel gelten. Gerade diese industrielle Abhängigkeit sorgt für eine besondere Dynamik im Palladiummarkt, die zusätzliche Chancen, aber auch Risiken für Anleger mit sich bringen kann.
Deshalb eignet sich Palladium hervorragend zur Diversifizierung eines Edelmetallportfolios. Durch die Beimischung von Palladium können Anleger ihr Risiko besser streuen und von unterschiedlichen Markt- und Nachfragetreibenden profitieren.
Palladium vs. Gold als Anlage
Obwohl Palladium deutlich seltener ist als Gold, liegt sein Preis meist unter dem von Gold. Der Hauptgrund für die höhere Wertschätzung von Gold als Anlage liegt in seiner jahrtausendelangen Rolle als Wertspeicher sowie in seiner hohen kulturellen Bedeutung und Liquidität.
Als Anlage bietet Palladium jedoch aufgrund seiner besonderen industriellen Nutzung und Seltenheit eine interessante Ergänzung. Die Preise können aufgrund der Industrieabhängigkeit volatil sein, was Chancen, aber auch Risiken für Anleger bedeuten kann.
So können Sie in Palladium anlegen
Zur optimalen Risikostreuung in einem Edelmetallportfolio empfiehlt es sich, etwa 70% des investierten Kapitals in Gold anzulegen, ergänzt durch ungefähr 20% in Silber sowie jeweils 5% in Platin und Palladium. Letztere eignen sich besonders als Beimischung, da sie von der steigenden industriellen Nachfrage profitieren können. Aufgrund ihrer engen Verflechtung mit der Industrie sind Palladium und Platin jedoch weniger für kurzfristige Spekulationen geeignet. Anleger mit langfristigem Anlagehorizont können dagegen von den Diversifikationsvorteilen und den Wachstumspotenzialen dieser seltenen Edelmetalle profitieren.
Als Anleger sollten Sie die Tatsache berücksichtigen, dass der Kauf von Palladium in Deutschland – im Unterschied zu Anlagegold – der gültigen Mehrwertsteuer unterliegt. Ein großer Vorteil physischer Anlagen zeigt sich jedoch beim Verkauf: Gewinne aus dem Verkauf von Palladiumbarren und Palladiummünzen sind gemäß §23 EStG nach einer Mindesthaltedauer von einem Jahr steuerfrei.
Palladium zu Anlagezwecken können Sie sowohl bei Banken als auch bei spezialisierten, geprüften Edelmetallhändlern erwerben. Auch zahlreiche seriöse Onlineshops bieten mittlerweile den einfachen und sicheren Kauf von Anlagepalladium mit versichertem Versand an. Wichtig ist dabei, ausschließlich auf etablierte und vertrauenswürdige Händler zu setzen, um Fälschungen oder unseriöse Angebote zu vermeiden.
Beim Kauf orientieren sich die Preise grundsätzlich an den aktuell gültigen Palladium-Marktpreisen, jedoch variieren die Aufschläge je nach Händler, Produktart (Barren oder Münzen) und Größe. Daher ist es ratsam, Angebote zu vergleichen und auf transparente Preisgestaltung zu achten, um faire Konditionen zu erhalten.
Neben dem Kauf sollten Anleger auch die sichere Aufbewahrung ihres physischen Palladiums berücksichtigen. Eine sichere Lagerung schützt Ihr Investment nicht nur vor Diebstahl, sondern auch vor Beschädigungen und sorgt dafür, dass der Wert Ihrer Palladiumanlage langfristig erhalten bleibt.
Palladiumbarren und Palladiummünzen
Anleger können bei physischen Palladiumanlagen vor allem zwischen zwei Produktarten wählen: Palladiumbarren und Palladiummünzen. Der Feingehalt von Anlagepalladium liegt üblicherweise bei mindestens 999,5 Tausendsteln (99,95% Reinheit), was dem Industriestandard für Edelmetalle in Form von Barren und Münzen entspricht.
Palladiumbarren sind häufig die kostengünstigere Möglichkeit, größere Mengen des Edelmetalls zu erwerben. Sie sind in verschiedenen Stückelungen erhältlich – von kleinen Einheiten ab 1g über klassische 1oz Barren bis hin zu Großbarren mit einem Kilogramm Gewicht. Größere Barren bieten meist einen besseren Preis pro Gramm und eignen sich daher besonders für Anleger, die größere Beträge investieren oder lagern möchten. Kleinere Barren bieten wiederum mehr Flexibilität bei Kauf und Verkauf.
Eine besondere Variante sind Palladiumbarren CombiBar®, die sich verlustfrei in kleinere Einheiten aufteilen lassen – zum Beispiel in 15 oder 50 einzelne 1g Barren. Dadurch kombinieren sie die Vorteile von Großbarren mit der Flexibilität kleiner Einheiten.
Bekannte Palladiummünzen sind unter anderem der kanadische Maple Leaf, der australische Emu sowie verschiedene Münzen aus Russland, einem der größten Palladiumproduzenten weltweit. Die Palladiummünzen weisen je nach Münzserie unterschiedliche Prägemotive auf und werden üblicherweise mit einem Gewicht von 1 Unze geprägt. Kleinere Münze wie beispielsweise zu 1/2oz sind ebenfalls erhältlich, wodurch sie für Anleger mit unterschiedlichen Budgets besonders attraktiv sind.
Insgesamt hängt der Preis von Palladiumanlagen stark von der Stückelung ab: Kleinere Einheiten wie Münzen oder kleinere Barren haben meist einen höheren Aufschlag gegenüber dem reinen Metallwert, da Herstellung, Prägung und Vertrieb pro Einheit kostenintensiver sind. Größere Barren bieten dagegen in der Regel einen relativen Preisvorteil (pro Gramm Palladium gerechnet), sind aber weniger flexibel handelbar und erfordern entsprechend mehr Lagerplatz. Die Wahl der passenden Größe von Anlagepalladium hängt somit von Ihrem individuellen Anlageziel, Budget und der gewünschten Liquidität ab.