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50 Euro Goldmünze "Konzertgitarre" 2022

Mit der im Jahr 2022 ausgegebenen Goldmünze "Konzertgitarre" vollendete die Bundesrepublik Deutschland die 50 Euro Münzserie "Musikinstrumente".

Damit hat die Serie ein Beispiel jeder Art von Instrument einmal als Motiv gezeigt. Mit dieser Münze zeigt sich zwar das zweite Saiteninstrument aus der Reihe, allerdings das erste Zupfinstrument, da der Kontrabass auf der ersten Ausgabe ein zu streichendes Instrument war. Die Münze wird aus Feingold mit 999,9/1000 Gold geprägt.

Wie bei allen Ausgaben dieser fünfteiligen Kollektion erfolgt die Prägung durch die fünf staatlichen deutschen Münzstätten: Berlin (A), München (D), Stuttgart (F), Karlsruhe (G) und Hamburg (J).

Jede Münze wurde einzeln gekapselt und in einer serienspezifisch gestalteten Kartonverpackung ausgegeben, deren Mechanismus am Deckel eine stilvolle Präsentation ermöglicht. Abgerundet wird das Set durch ein Echtheitszertifikat.

Spezifikationen

Nennwert Gewicht Feingewicht Durchmesser Stärke Auflage Designer
50 Euro 7,77g 1/4oz 22mm 1,45mm 78.000 Stück Jordi Truxa

Motiv und optische Merkmale

Die Seite des Serienmotivs widmet sich ganz der Ästhetik des klassischen Saiteninstruments. Dominierend erscheint der Resonanzkörper, dessen harmonische Proportionen mit hoher Präzision in das Edelmetall übertragen wurden. Die geschwungenen Konturen des Korpus verleihen dem Motiv eine ruhige, fließende Dynamik, die den musikalischen Charakter der Gitarre visuell aufgreift. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Schallloch, das als zentrales Element der Klangentstehung fungiert.

Die reduzierte Hintergrundfläche sorgt dafür, dass sich das Instrument klar vom Untergrund abhebt. In das Bildfeld integriert sind abschließend sowohl der Motivname als auch die Signatur des verantwortlichen Medailleurs. Die Kopfseite der Münze zeigt den zeitgemäß stilisierten Bundesadler, der kraftvoll im Zentrum positioniert ist. Umrahmt wird er von mehreren formalen Angaben in Schriftform.

Konzertgitarre als Zupfinstrument

Die Konzertgitarre (eine Form der akustischen Gitarre) zählt zu den bedeutendsten Vertretern der klassischen Zupfinstrumente und blickt auf eine lange musikgeschichtliche Entwicklung zurück. Ihre heutige Bauform etablierte sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts, wobei insbesondere spanische Instrumentenbauer maßgeblichen Einfluss auf Proportionen, Mensur und Klangcharakter nahmen. Typisch sind die sechs Nylonsaiten, der breite Griffbrettbereich sowie der warme, ausgewogene Ton.

Klanglich zeichnet sich die Konzertgitarre durch eine außergewöhnliche Nuancenvielfalt aus. Sie ermöglicht sowohl sanfte, lyrische Passagen als auch rhythmisch prägnante Akzente und eignet sich damit gleichermaßen für solistische Darbietungen, Kammermusik und moderne Kompositionen. Ihr Repertoire reicht von barocken Bearbeitungen über Werke der Romantik bis hin zu zeitgenössischer Konzertliteratur.

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