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20 Euro Goldmünze "Wisent" 2026

Im Jahr 2026 setzt Deutschland die 20 Euro Goldmünzenserie "Rückkehr der Wildtiere" mit dem Wisent, dem größten Landsäugetier Europas, fort.

Die Serie würdigt Tierarten, die in Deutschland nahezu verschwunden waren und durch Natur- und Artenschutzmaßnahmen zurückkehren konnten. Die Goldmünze wird in der Ausführung Stempelglanz geprägt und besteht aus Feingold mit einem Feingehalt von 999,9/1000.

Spezifikationen

Nennwert Gewicht Feingewicht Durchmesser Auflage Designer
20 Euro 3,89g 1/8oz 17,5mm 57.000 Stück Jasmin Lewis

Gestaltung des Wisent-Motivs

Die Motivseite zeigt einen Wisent in ruhiger, vorwärtsschreitender Bewegung, der seinen Kopf dem Betrachter zuwendet. Der aufmerksame Blick und die charakteristische Fellstruktur verleihen dem Tier einen lebendigen Ausdruck. Klar abgegrenzte Konturen und plastisch modellierte Körperflächen betonen seinen kräftigen Körperbau. Eine angedeutete Landschaft bildet den Hintergrund und verweist auf den Lebensraum des Wildrinds. Im Untergrund befindet sich der vertieft ausgeführte Schriftzug "WISENT".

Die Wertseite zeigt den Bundesadler, umgeben vom Schriftzug "BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND", dem Nennwert, der Jahreszahl 2026 und den zwölf Europasternen. Hinzu kommt das Münzzeichen der jeweiligen Prägestätte. Der geriffelte Münzrand vervollständigt die Gestaltung.

Eine Besonderheit der Ausgabe ist die AuVerIn-Reliefsignatur. Dabei wird eine nahezu unsichtbare Codierung in das Münzrelief integriert. Sie lässt sich mit einer Smartphone-App auslesen und ermöglicht den Zugriff auf ein digitales Echtheitszertifikat.

Der Wisent als europäisches Wildrind

Der Wisent, auch Europäischer Bison genannt, ist das größte heute in Europa lebende Landsäugetier. Charakteristisch sind sein kräftiger Vorderkörper, der ausgeprägte Schulterbuckel, die gebogenen Hörner und das dichte, braune Fell. Sein Lebensraum umfasst strukturreiche Wälder mit Lichtungen, Wiesen und anderen offenen Flächen. Als Pflanzenfresser ernährt er sich vor allem von Gräsern und Kräutern, ergänzt durch Blätter, junge Triebe und Baumrinde.

Einst war der Wisent in weiten Teilen Europas verbreitet. Intensive Jagd und der Verlust seines Lebensraums führten jedoch dazu, dass die Art 1927 in freier Wildbahn ausgerottet war. Nur wenige Tiere überlebten in Zoos und Gehegen. Durch koordinierte Erhaltungszucht und gezielte Wiederansiedlungsprojekte konnte der Wisent vor dem vollständigen Aussterben bewahrt werden. Heute leben wieder Herden in verschiedenen Regionen Europas.

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