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20 Euro Goldmünzen "Rückkehr der Wildtiere"

Die Goldmünzserie "Rückkehr der Wildtiere" widmet sich seit 2022 Tierarten, die in Deutschland über lange Zeit als aus der freien Wildbahn verschwunden galten, heute jedoch wieder Teil der heimischen Fauna sind.

Ihre Rückkehr ist dabei sowohl das Ergebnis gezielter menschlicher Maßnahmen wie Schutzprogrammen, Wiederansiedlungen und veränderter Landnutzung als auch natürlicher Ausbreitungsprozesse.

Alle Ausgaben tragen den Nennwert von 20 Euro und erscheinen als offizielle Goldmünzen der Bundesrepublik Deutschland. Geprägt werden sie in den fünf staatlichen deutschen Münzstätten (Berlin A, München D, Stuttgart F, Karlsruhe G und Hamburg J), wobei jede Ausgabe aus Feingold von 99,99% besteht und den für diese Nominalreihe typischen technischen Spezifikationen folgt. Damit verbindet die Serie Anlagecharakter mit einem klaren thematischen Anspruch und spricht sowohl Sammler als auch Anleger an. Die Münze hat ein Gewicht von 3,89g und 1/8oz Gold sowie einen Durchmesser von 17,5mm und 1,15mm Stärke.

Ausgabenübersicht

JahrMünzeMotivAuflage
2022KegelrobbeDas Tier taucht in seitlich nach unten gelegter Pose ab, während Luftblasen im Wasser aufsteigen165.000 Stück
2023SteinbockEin Bock mit seinen majestätischen Hörnern an der Kante eines Felsvorsprungs93.500 Stück
2024BiberEin mit seinem Schwanz leicht zusammengerollter Biber98.000 Stück
2025LuchsDie Wildkatze pirscht sich an den Betrachter der Münze an85.200 Stück
2026WisentEindrucksvoller Wisent auf einem breiten Wiesenstück85.200 Stück

Erscheinungsbild der Münzen

Die Münzserie greift dieses Zusammenspiel von Natur und Zivilisation auf und versteht sich als numismatische Momentaufnahme eines ökologischen Wandels. Zur Aufbewahrung der einzelnen Münzen erhalten sie jeweils eine gepolsterte Schatulle zusammen mit einem kleinen Papierzertifikat.

Die Motivseiten zeigen die jeweiligen Tiere in ruhiger Darstellung vor vollständig neutralem Hintergrund oder in stark reduzierten Andeutungen ihres natürlichen Lebensraums. Auf erzählerische Elemente wie Äste, Landschaften oder komplexe Szenerien wird größtenteils verzichtet, wodurch das Tier selbst und seine symbolische Bedeutung in den Mittelpunkt rücken. Name der Tierart und das Designerkürzel ergänzen das Motiv dezent.

Die Kehrseiten orientieren sich zwar an einem gemeinsamen Grundaufbau, gehen innerhalb der deutschen 20 Euro Goldmünzen jedoch einen neuen Weg: Erstmals erscheinen hier unterschiedliche Interpretationen des Bundesadlers oder verschiedene Anordnungen der einzelnen Elemente. So erhält jede Ausgabe trotz einheitlicher Wert- und Herkunftsangaben auf beiden Seiten einen eigenen visuellen Charakter. Hier sind zudem der Nennwert und die Landesbezeichnung zu finden.

Nach Deutschland zurückkehrende Wildtiere

Die Kegelrobbe lebte einst in großer Zahl an den Küsten von Nord- und Ostsee, verschwand jedoch durch intensive Bejagung und Lebensraumverlust nahezu vollständig. Dank konsequentem Meeresschutz, Jagdverboten und ruhigen Wurfplätzen kehrt sie heute vor allem an die Ostseeküste zurück.

Der Alpensteinbock war in den deutschen Alpen bereits im 18. Jahrhundert ausgerottet, konnte jedoch durch gezielte Wiederansiedlungsprogramme aus Restbeständen der Alpenländer wieder etabliert werden.

Auch der Biber war durch Jagd und Gewässerausbau fast verschwunden, breitet sich aber seit dem 20. Jahrhundert infolge strenger Schutzmaßnahmen und Renaturierung von Flusslandschaften erneut stark aus.

Der Luchs fiel ebenfalls jahrhundertelanger Jagd zum Opfer, kehrt jedoch durch Auswilderungsprojekte und natürliche Zuwanderung aus Nachbarländern langsam in deutsche Mittelgebirge und den Alpenraum zurück.

Auch der Wisent konvertiert langsam aber gezielt aus dem Zustand eines bewusst gezüchteten Nutztiers wieder zu einer in freier Wildbahn lebenden Variante des Wildrinds.

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