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20 Euro Goldmünze "Nachtigall" 2016

Im Jahr 2016 startete Deutschland mit einer neuen, naturinspirierten Serie von Gedenkmünzen aus Gold: "Heimische Vögel".

Wo die Vorgängerserie "Deutscher Wald" Blätter von Bäumen der deutschen Waldlandschaft abbildete, zeigen sich hier nun typische Vogelarten der deutschen Lüfte. Die erste Ausgabe dieser Reihe zeigt das Motiv der Nachtigall, eines kleinen, aber in Kultur und Natur hoch geschätzten Singvogels, dessen Töne zu denen mit dem höchsten Wiedererkennungswert gehören. Diese offiziellen 20 Euro Goldmünzen der Bundesrepublik wurden in Stempelglanz geprägt und besitzen einen Feingehalt von 999,9/1000 Gold. In passenden Verpackungen wurden sie in Begleitung eines papiernen Zertifikats ausgegeben.

Spezifikationen

Nennwert Gewicht Feingewicht Durchmesser Stärke Auflage Designer
20 Euro 3,89g 1/8oz 17,5mm 1,15mm 200.000 Stück Bodo Broschat

Die Nachtigall und der Bundesadler als Motiv

Auf der motivtragenden Seite zeigt sich die naturgetreue Darstellung einer Nachtigall, die auf einem Ast sitzt und den Schnabel geöffnet hat – ein subtiler Hinweis auf ihren charakteristischen und weithin bekannten Gesang. Das Federkleid des Vogels ist fein ausgearbeitet, die Konturen des Astes und der umliegenden Blätter lassen eine lebendige Szene entstehen, in der die Tierwelt im Detail erlebt werden kann. Unten im abgetrennten Rundbogen ist der Name des Motivs "Nachtigall" niedergeschrieben, während das Münzzeichen der jeweiligen deutschen Prägestätte dezent eingearbeitet ist.

Die Wertseite zeigt den Bundesadler, der als Symbol staatlicher Autorität und Tradition fungiert. Umrahmt wird dieser von der Umschrift "BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND", dem Ausgabejahr 2016 und dem Nennwert von 20 Euro. Die fein geriffelte Randstruktur rundet den hochwertigen Eindruck der Münze ab und verleiht ihr haptisch wie visuell harmonische Wirkung.

Der Singvogel Nachtigall

Die Nachtigall ist ein kleiner Singvogel, der vor allem durch seinen komplexen und kraftvollen Gesang berühmt wurde. Anders als viele andere Vogelarten singt die Nachtigall häufig in den abendlichen und nächtlichen Stunden, was ihr in der Literatur und Volkskunst eine besondere Bedeutung als "Vogel der Nacht" einbrachte. Schon in der Antike und im Mittelalter wurde ihr Gesang in Poesie und Liedern verherrlicht, da er als Ausdruck von Sehnsucht und Naturromantik gilt.

Biologisch zeichnet sich die Art durch eine rotbraune Oberseite und eine weißliche Unterseite sowie eine auffallend lange Flügelspannweite aus. Die Nachtigall bevorzugt dichtes Unterholz und Hecken als Lebensraum, wo sie sich gut vor Fressfeinden schützen kann. Ihre beeindruckende stimmliche Vielfalt – schnelle Triller, klare Pfeiftöne und abwechslungsreiche Melodien – macht sie zu einem Liebling zahlreicher Vogelbeobachter und zu einem Symbol der ungestörten Wildnis in der mitteleuropäischen Kulturlandschaft.

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