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100 Euro Goldmünze "Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier" 2009

Mit dieser 100 Euro Goldmünze zur rheinland-pfälzischen Stadt Trier brachten Deutschlands Prägeanstalten im Jahr 2009 die Fortsetzung ihrer Münzserie zur Ehren einzigartiger historischer Stätten unter dem Thema von UNESCO-Welterbe-Motiven in Umlauf.

Diese Ausgabe aus 999,9/1000 Gold zu einer halben Feinunze gehört zu jenen Goldeuromünzen, die bedeutende Zeugnisse deutscher Stadt- und Baugeschichte numismatisch vereinen und zugleich als beliebte Anlage- sowie Sammlermünzen gelten.

Daten der Stückelung

Nennwert Gewicht Feingewicht Durchmesser Stärke Auflage Designer
100 Euro 15,55g 1/2oz 28mm 1,65mm 320.000 Stück Michael Otto

Denkmäler, Dom und Kirche in Trier als Motiv

Auf der Motivseite der Goldmünze wurden markante Bauten der alten Stadt Trier zusammengefasst.

In Szene gesetzt zeigen sich die beiden bekannten, herausragenden geistlichen Bauwerke, die maßgeblich mit zur Aufnahme der Stadt unter der UNESCO beitrugen: Der Dom zu Trier thront als älteste Bischofskirche Deutschlands über dem Stadtbild. Seine Ursprünge reichen bis in die Zeit Konstantins des Großen zurück und legen durch ihre vielschichtige Baugeschichte vom frühen Christentum bis hinein ins Hochmittelalter Zeugnis ab. Daneben reiht sich die Trierer Liebfrauenkirche als ein beeindruckendes Beispiel frühgotischer Architektur nördlich der Alpen ein. Der unmittelbare Nachbarbau des Doms besitzt aufgrund seiner eigenständigen Kunst- und Bauform besondere Bedeutung.

Darüber hinaus ist noch die Porta Nigra zu sehen, ein monumentales römisches Stadttor, das als Sinnbild für Triers antike Bedeutung steht. Die Konstantinbasilika und die Kaiserthermen flankieren diesen Bildbereich noch zusätzlich, während all dies gemeinsam auf der Römerbrücke ruht, welche als älteste Brücke Deutschlands in Trier über die Mosel führt.

Die Wertseite beherbergt den Bundesadler und den Nennwert neben der offiziellen Betitelung des Ausgabelandes, dazu das Auflagejahr und je nach Exemplar das jeweilige Prägezeichen der deutschen Münzstätten.

Informationen zu Trier

Trier wurde ursprünglich als römische Kolonie Augusta Treverorum (heute nachträglich in etwa mit "großartiges Trier" zu übersetzen) im ersten Jahrhundert nach Christus gegründet. Bis in die aktuelle Moderne zählt sie zu den bedeutendsten antiken Städten nördlich der Alpen. Die dort erhaltenen römischen Monumente, die christlichen Nachfolgegebäude sowie deren geschichtliche Verbindung machen das Stadtbild zu einem außergewöhnlichen Zeugnis europäischer Geschichte. Seit 1986 sind die oben genannten Römischen Baudenkmäler in Trier auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes verzeichnet, was die herausragende Bedeutung dieser Stätte unterstreicht.

Als numismatische Hommage vereint die Münze daher jene Strukturen, die für den antiken, mittelalterlichen und religiösen Entwicklungsweg der Stadt stehen: von den römischen Stadttoren und Thermalanlagen über die frühchristlichen Basiliken bis hin zur gotischen Meisterleistung der Liebfrauenkirche. Diese Auswahl signalisiert nicht nur die architektonische Vielfalt von Trier, sondern betont zugleich dessen Rolle als ein Zentrum europäischer Kulturgeschichte.

Innerhalb der deutschen UNESCO-Goldmünzenserie steht diese Ausgabe exemplarisch für die Verbindung von antik-römischer Urbanität, christlicher Baukunst und dem dauerhaften Erbe historischer Stadtlandschaften – ein kultureller Schatz, der weit über nationale Grenzen hinaus geschätzt wird.

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