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100 Euro Goldmünze "Goslar" 2008

Diese 100 Euro-Goldmünze aus der Serie zum UNESCO-Welterbe nimmt 2008 die Stadt Goslar unter die Lupe und ehrt dabei unter offizieller Prägung durch die Bundesrepublik Deutschland ihr außergewöhnliches historisches Stadtbild.

Die in der Stadt vorhandenen Kennzeichen eindrucksvoller Bergbau-Tradition der alten Kaiserstadt im Harz finden sich als Zeugnis deutscher Kulturgeschichte auf einer Münze aus 999,9 Tausendsteln Gold wieder.

Daten der Stückelung

Nennwert Gewicht Feingewicht Durchmesser Stärke Auflage Designer
100 Euro 15,55g 1/2oz 28mm 1,65mm 320.000 Stück Wolfgang Th. Doehm

Gestaltung: Bauwerke der Stadt Goslar

Die Gestaltung Ausgabe 2008 entfaltet eine vielschichtige Darstellung bedeutender Bauwerke und Landschaftselemente der Stadt Goslar, die seit 1992 gemeinsam mit dem Erzbergwerk Rammelsberg den Status eines UNESCO-Weltkulturerbes trägt. An den oberen Münzrand reihen sich die Schriftzüge "UNESCO WELTERBE" und "GOSLAR" an, die das Motiv eindeutig der internationalen Kulturerbe-Serie zuordnen.

Aus dem Stadtbild werden folgende Bestandteile in der Münzgestaltung aufgegriffen:

  • Im Vordergrund steht das imposante Breite Tor, ein historisches Stadttor, das den Zugang zur mittelalterlichen Altstadt markierte und als eines der prägnantesten Baudenkmäler Goslars gilt.
  • Angrenzend ist das Rathaus zu erkennen, dessen Fassadendetails die städtische Identität widerspiegeln.
  • Ein weiterer zentraler Blickfang ist die Marktkirche St. Cosmas und Damian, eine charakteristische Kirche mit ihren markanten Türmen, die das religiöse Leben und die sakrale Baukunst der Region verkörpert. 
  • Die Gestaltung integriert zugleich den früheren Bergbau des Rammelsberges in Form von Gebäuden und Strukturen rund um die Grube sowie ein stilisiertes Wasserrad und Landschaftselemente, die auf die wirtschaftliche Basis Goslars und seine enge Verbindung zur Erzförderung verweisen.

Wendet man die Goldmünze, so findet man das klassische Hoheitszeichen: den deutschen Bundesadler, flankiert vom Nennwert, dem Ausgabeland und dem Prägejahr.

Goslar als Beispiel mittelalterlicher Stadtplanung

Die Altstadt von Goslar ist ein herausragendes Beispiel mittelalterlicher Stadtplanung und hat sich dank ihrer ausgezeichnet erhaltenen historischen Bauten, engen Gassen und städtischen Strukturen einen Platz auf der UNESCO-Liste der Weltkulturerbestätten verdient. Besonders die Kombination von urbanem Zentrum und den nahegelegenen Bergbaueinrichtungen am Rammelsberg spiegelt das komplexe Zusammenspiel von städtischem Leben und industrieller Geschichte wider – ein kulturelles Erbe von internationaler Bedeutung.

Die Münze führt diese Bedeutung in einem kunstvollen Relief zusammen: Historische Tore und Sakralbauten stehen neben Bergbau-Symbolik, wodurch nicht nur die Schönheit der Stadt, sondern auch ihr wirtschaftlicher Aufstieg im Mittelalter beziehungsweise der frühen Neuzeit thematisiert wird. Als Teil der deutschen UNESCO-Serie schlägt diese Ausgabe damit eine Brücke zwischen lokaler Identität, weltkultureller Anerkennung und numismatischem Sammel- sowie Anlagewert

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