- PLATIN
- Platin als Investment
- Platinpreis
- Platinbarren
- Platintafeln
- Platinmünzen
- Platinlegierungen
- Platinverbindungen
- Platinankauf
- Platinrecycling
- Platinhandel
- Platinshop
Platin als Investment
In Anlageplatin investieren – Platin als Geldanlage
Platin gehört neben Gold, Silber und Palladium zu den bedeutenden Edelmetallen für Investments. Im Vergleich zu Gold und Silber steht Platin jedoch häufig im Schatten, da viele Anleger ihre Aufmerksamkeit auf die bekannteren Edelmetalle richten. Dennoch ist Platin ein seltenes und ebenso nicht zu unterschätzendes Edelmetall, das als Schutz gegen Inflation, Währungsrisiken und wirtschaftliche Unsicherheiten dienen kann. Aufgrund seiner vielfältigen Einsatzbereiche kann Platin eine wertvolle Ergänzung für eine ausgewogene Diversifikation im Edelmetallportfolio sein.
Wie sinnvoll ist die Anlage in Platin?
Platin ist ein seltenes, silberweißes Edelmetall und chemisches Element mit dem Symbol Pt und der Ordnungszahl 78. Aufgrund seiner besonderen chemischen Eigenschaften und sehr hohen Seltenheit gilt Platin als äußerst wertvoll.
Als natürlicher Rohstoff mit begrenzten Vorräten ist Platin nur in begrenztem Umfang verfügbar und wird früher oder später vollständig abgebaut sein. Das Gesamtangebot an Platin setzt sich daher aus der begrenzten Minenproduktion sowie dem Recycling zusammen. Da Platin lediglich in wenigen Ländern abgebaut wird und einen hohen Wert besitzt, ist ein sorgfältiges Recycling von Labor- und Produktionsabfällen sowie gebrauchten Produkten von großer Bedeutung.
Die Nachfrage nach Platin ist vor allem industriell geprägt. Das Edelmetall findet vielseitige Anwendung in verschiedenen wichtigen Industriebereichen, darunter grüne Zukunftstechnologien wie die Wasserstofftechnologie, die Medizintechnik, die chemische Industrie sowie die Elektrotechnik. Darüber hinaus wird Platin auch in der Schmuckherstellung geschätzt und verwendet. Zudem gewinnt Platin durch seinen Einsatz in Festplattenlaufwerken, der künstlichen Intelligenz und in Rechenzentren weiter an Bedeutung, was das langfristige Potenzial von Platin unterstreicht. Aus diesem Grund führen viele Länder, darunter die USA, China, das Vereinigte Königreich sowie die EU, Platin auf ihren Listen der strategisch wichtigen und kritischen Rohstoffe.
Für Anleger eignet sich physisches Platin weniger für kurzfristige Spekulationen, da es keine Zinsen oder Dividenden generiert. Der entscheidende Vorteil liegt jedoch im direkten Besitz: Barren oder Münzen sind materielle Werte ohne das Gegenparteirisiko, das bei Finanzprodukten wie Platin-ETFs besteht. Aus diesem Grund stellt eine Anlage in Platin vor allem eine sinnvolle Möglichkeit zur langfristigen Vermögenssicherung sowie zur Diversifizierung eines Edelmetallportfolios dar, da das Metall durch die stetig wachsende industrielle Nachfrage Zukunftspotenzial besitzen kann.
Platin im Vergleich zu anderen Edelmetallen
Unter Edelmetallen weist Platin einige Besonderheiten auf, die es von anderen Metallen unterscheiden. Um die Chancen und Risiken eines Investments in Platin besser einschätzen zu können, lohnt sich ein Vergleich mit diesen anderen Edelmetallen – sowohl hinsichtlich ihrer Eigenschaften, Anwendungsbereiche als auch ihrer potenziellen Wertentwicklung.
Platin vs. Gold als Anlage
Gold ist als Anlageprodukt älter und hat einen höheren kulturellen Stellenwert als Platin. Platin hingegen ist seltener, schwerer und schwieriger abzubauen, was grundsätzlich einen höheren inneren Wert impliziert – dieser spiegelt sich jedoch nicht immer im aktuellen Preis beider Metalle wider. Allerdings steht Platin aufgrund seiner eher unscheinbaren Farbe und geringeren Bekanntheit in der breiten Öffentlichkeit im Schatten von Gold.
Während Gold hauptsächlich für Schmuck, Investment und Zentralbankreserven verwendet wird, hat Platin eine überwiegend industrielle Nachfrage. Beide Edelmetalle genießen zudem hohe Nachfrage im Schmuckbereich.
Gold zeichnet sich somit durch seine Rolle als vergleichsweise sicherer Wertspeicher mit hoher Liquidität aus, während Platin Chancen aufgrund einer stärkeren industriellen Nutzung bietet, aber zugleich risikoreicher und stärker von industriellen Entwicklungen abhängig ist. Aus Anlagesicht ist es daher sinnvoll, beide Edelmetalle zu kombinieren, um das Risiko besser zu streuen, und dabei Schwerpunkt auf Gold zu setzen.
Platin vs. Palladium als Anlage
Platin und Palladium gehören zur Gruppe der Platinmetalle und sind chemisch eng verwandt. Zu der Platingruppe zählen auch noch Rhodium, Ruthenium, Osmium und Iridium. Eine optische Unterscheidung fällt ungeschulten Augen tatsächlich erstmal schwer – wer aber ganz genau hinschaut, sollte feststellen, dass Platin etwas weißer ist und an Silber erinnert – daher der Name “Platina” spanischer Herkunft ("kleines Silber").
Beide Metalle finden umfangreiche Verwendung in der Industrie, insbesondere in der Automobilbranche, wo sie als Katalysatoren für verschiedene Motortypen eingesetzt werden. Darüber hinaus spielen sie eine wichtige Rolle in der Schmuckherstellung und als Anlageprodukte. Aufgrund der vergleichsweise geringen Fördermengen – etwa 180 Tonnen Platin pro Jahr im Gegensatz zu mehreren Tausend Tonnen Gold und Silber – gelten Platin und Palladium als besonders seltene Edelmetalle.
Wer in Edelmetalle mit industriellem Bezug investieren will, profitiert oft von einer Kombination beider Metalle – etwa zu gleichen Teilen – , um Chancen und Risiken besser zu streuen.
Barren & Münzen: Formen und Größen von Anlageplatin
Für Investmentzwecke weist Platin in der Regel einen sehr hohen Feingehalt von mindestens 999,5 Tausendsteln auf, das entspricht einer Reinheit von 99,95% oder mehr.
Wer seine Altersvorsorge diversifizieren oder einen Notgroschen in Edelmetallen ansparen möchte, sollte beim Kauf auf renommierte Hersteller von Platinbarren oder bekannte Anlagemünzen setzen.
Zu den besonders beliebten Platinbarren zählen Produkte von etablierten Herstellern wie Valcambi und Heraeus. Auch die teilbaren CombiBar® Tafelbarren aus Feinplatin erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie sich mühelos in kleinere Barren aufteilen lassen und somit hohe Flexibilität bieten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Platinbarren aus dem Wiederverkauf (Resale) zu erwerben. Diese sind oft vergleichsweise günstiger, was für den Anleger jedoch kein Nachteil ist, denn Platin bleibt Platin – der Wert des Metalls ist auch bei Resale-Barren gewährleistet.
Im Bereich der Platinmünzen erfreuen sich verschiedene Anlagemünzen großer Beliebtheit, darunter die Münzserien Wiener Philharmoniker aus Österreich, Maple Leaf aus Kanada und Britannia aus Großbritannien. Diese Münzen zeichnen sich durch ihre weltweit anerkannte Prägequalität aus.
Die Größen der Platinbarren und -münzen variieren typischerweise von sehr kleinen Einheiten wie 1 Gramm bis zu handelsüblichen Größen von 1 Unze (31,1 Gramm), 500 Gramm oder sogar 1 Kilogramm. Kleinere Einheiten bieten beim Kauf und Verkauf mehr Flexibilität, während größere Stückelungen meist preislich attraktiver sind, da sie geringere Prägeaufschläge aufweisen (pro Gramm Platin gerechnet).
Unabhängig von der Wahl der Form und Größe sollte man beim Erwerb von physischem Platin immer auf seriöse Händler achten, die die Anlageprodukte auf Basis der aktuell gültigen Marktpreisen (Spotpreisen) anbieten und durch transparente Konditionen überzeugen.
Wichtige Hinweise zum Kauf & Verkauf von Platin
Beim Kauf und Verkauf von physischem Platin gibt es einige Besonderheiten und wichtige Aspekte zu beachten:
- Mehrwertsteuerpflicht: Anders als beim Anlagegold unterliegt der Kauf von physischem Platin in vielen Ländern, darunter Deutschland, der Mehrwertsteuer (derzeit 19 %). Dies sollten Sie bei Ihrem Investment berücksichtigen.
- Hoher Feingehalt: Achten Sie beim Kauf auf eine hohe Reinheit, idealerweise 999,5 Tausendstel oder höher (Feinplatin), um die Werthaltigkeit Ihrer Anlage sicherzustellen.
- Anlageform: Kleinere Stückelungen und etablierte Anlagemünzen ermöglichen eine bessere Handelbarkeit, während größere Stückelungen relativen Preisvorteil bieten, da die Aufschläge pro Gramm gerechnet günstiger ausfallen.
- Seriöse Händler und Ankäufer: Kaufen und verkaufen Sie Platin ausschließlich bei vertrauenswürdigen und etablierten Händlern. Achten Sie auf Echtheitszertifikate, transparente Preise und Kundenbewertungen, um sicherzugehen, dass Sie faire Konditionen erhalten.
- Lagerung: Physisches Platin sollte sicher aufbewahrt werden, um Diebstahl und Beschädigungen vorzubeugen.
- Langfristiger Anlagehorizont: Aufgrund der Kursvolatilität und fehlender laufender Erträge wie Zinsen oder Dividenden eignet sich Platin eher für eine langfristige Anlage.
- Risikostreuung durch Diversifikation: Setzen Sie nicht ausschließlich auf ein Edelmetall. Eine breite Streuung über verschiedene Metalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium hilft, Risiken besser zu verteilen und das Gesamtportfolio robuster zu machen.